Datum
20. March 2019
Review Teaser

Review: Falling Skies – Staffel 5

Auf drei äußerst gute und eine eher durchwachsene Staffel, folgte mit Staffel 5 der Abschluss für Falling Skies. Das dies die Finale Staffel werden sollte, war von Anfang an bekannt. Dies sollte helfen, einen runden Abschluss zu finden, möchte man meinen.

Darum geht es in Falling Skies Staffel 5

Nachdem die vierte Staffel mit der Mondmission und vielen offenen Fragen zu Ende ging, legt die fünfte Staffel mit vielen weiteren Fragen nach. Im Finale der 4. Staffel sollte die Mission zum Mond das Ende der Espheni-Invasion hervorrufen. Tom trudelte ins All ab. Lexi starb bei der Vernichtung der Mondbasis. Die 2nd Mass wartete einige Zeit, doch konnte irgendwann keine Hoffnung mehr schöpfen, dass Tom noch lebte.

Gleich zu Beginn machen die Aliens, die in der finalen Szene der 4. Staffel mit Tom Kontakt aufnahmen, erneut auf sich aufmerksam und plötzlich steigt Tom aus dem Wrack des Espheni-Schiffes, das in einem See auf der Erde abstürzte. Von seiner einstigen Beherrschung ist nun nichts mehr zu sehen. Stattdessen wird er von Wut und Hass getrieben und setzt auf unnötige Gewalt – selbst, als er zur 2nd Mass zurückkehrt.

Die droht derweil zu zerbrechen, als es notwenig wird, zusammenzuhalten, um zum finalen Schlag auszuholen. Doch selbst die neuen Verbündeten scheinen nicht zu sein, was sie vorgeben zu sein.

Kritik zu Falling Skies Staffel 5

Die ersten drei Staffel von Falling Skies sind gut durchdachte, endzeitliche Sci-Fi-Unterhaltung. Die vierte Staffel begann ebenfalls stark und vielversprechend, baute dann allerdings schnell ab. Das war vor allem dem Charakter Lexi geschuldet, aus dem man viel hätte machen können – und es nicht tat. Zu diesem Zeitpunkt begann Tom Mason zu einem Störfaktor in der Serie zu werden. Sein Größenwahnsinn war aber auch der Tatsache geschuldet, dass man ihn in der dritten Staffel zum Präsidenten gemacht hatte. Ein Amt, das er später zwar nicht mehr bekleidete, doch erzählerisch mussten die Autoren wohl noch das eine oder andere draufsetzen. Und was will man schon mehr bieten, als den Hauptcharakter zum Präsident zu machen?

Konnte Staffel 4 den Balanceakt gegen Ende zumindest noch einigermaßen halten, driftet Staffel 5 vollkommen ab. Man kann zurecht behaupten, dass Staffel 5 eine der wohl schlechtesten finalen Staffeln in der jüngsten TV-Geschichte ist. Dabei hätte man meinen können, die Bestellung einer fünften und zugleich letzten Staffel hätte den Autoren die nötige Vorbereitungszeit eingeräumt, ein rundes Ende zu schaffen.

Stattdessen macht man ein neues Fass nach dem anderen auf, statt das sinnvoll zum Abschluss zu bringen, was man bereits an der Hand hat.

Viel Zeit wird darauf verplämpert, das Mysterium der neuen Aliens zu ergründen, die sich nur Tom zeigen. Hier hätte es sich gelohnt, die Karten einmal offen auf den Tisch zu legen, statt dringend benötigte Zeit in weitere Rätsel zu investieren.

Auch lässt man den Streit zwischen Pope und Tom ein weiteres Mal eskalieren. Und dabei zeigt sich, wie rücksichtslos Tom Mason tatsächlich wurde. Pope hingegen wird erneut zum Opfer. Selbst wer bis dahin nicht viel mit Pope anzufangen wusste, sieht sich nun auf seiner statt auf Toms Seite und kann selbst die anschließenden Ausfälle verstehen. Doch auch hier begeht man erneut den Fehler, Zeit zu verschwenden. Statt den ständigen Zwist zwischen Tom und Pope ein für allemal zu beenden, zieht sich dieser durch die gesamte Staffel, bis hin zu den letzten Minuten. Das ist ermüdend und nervt zum Ende nur noch, da es völlig fehlplatziert wirkt.

Auch der Story-Arc mit der neuen Spezies, die Tom zu ihrem Handlanger auserkoren hat, wirkt völlig fehl am Platz und scheint nur eine Rechtfertigung dafür zu sein, den Level an Gnadenlosigkeit vor allem im Hinblick auf seine Person anzuheben. Viel Nutzen haben die neuen Aliens nämlich nicht. Der Story dienen sie lediglich, indem sie zum Ende – und natürlich gerade rechtzeitig – enthüllen, dass sie die ultimative Waffe gegen die Espheni besitzen.

Alles in allem wirkt Staffel 5 als hätte man die Handlung von zwei Staffeln in eine gepresst. So kommt es, dass einerseits zwar gute Ansätze zu erkennen sind, andererseits aber eine Checkliste an Punkten abgehakt wird, die nach und nach zum Ziel führt.

Wie diese Punkte auf der Checkliste zusammenhängen ist nicht immer klar. Charaktere bleiben massiv auf der Strecke, Hauptdarsteller werden gefühlt zu Gastrollen degradiert. Nur, damit sich die Handlung voll und ganz auf Tom – und ein wenig Pope – konzentriert. So wird das große Finale im Showdown gegen die Espheni in gerade mal einer Episode abgehandelt – und fühlt sich nach den Strapazen, die die 2nd Mass in den vergangenen Staffeln ertragen musste, noch nicht einmal befriedigend an.

Insgesamt wird der Zuschauer mit der 5. Staffel Falling Skies nicht glücklich. Besonders schade ist dies, da die Autoren von der Bestellung der Staffel an wussten, dass dies die letzte würde. Statt unnötigen Ballast abzuwerfen und dem Zuschauer einen Knaller-Abschluss zu bescheren, hinterlässt die fünfte Staffel einen faden Beigeschmack. Äußerst schade, wenn man bedenkt, wie großartig die Serie einst war.

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Letzte Aktualisierung am 20.03.2019 um 23:16 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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