Datum
21. April 2018
Zipper mit Lena Headey, Ray Winston, Patrick Wilson, John Cho
© 2014 ThirtyThree Pictures Photo by: Hilary Bronwyn Gayle

Review: Zipper

Unter anderem Lena Headey und John Cho wirken an dem Drama Zipper mit, in dem es um Geld, Macht, Sex und Verrat geht – so sagt der Titel bereits. Ob sich der Film lohnt, das erfahrt ihr hier.

Darum geht es in Zipper

Sam Ellis (Patrick Wilson) ist erfolgreicher und gefeierter Staatsanwalt. Als er die Chance hat, zum Bundesstaatsanwalt aufzusteigen, wird dieser potenzielle Aufstieg von einem dunklen Geheimnis überschattet. Denn obwohl seine Frau (Lena Headey) ihn liebt und sein Sohn ihn als großes Vorbild sieht, rutscht er mehr und mehr in eine Misere.

Nach einem “Treffen” mit einem Luxus-Callgirl wird Ellis regelrecht süchtig nach Sex. Mehr und mehr Geld wirft er für die Dienste der Callgirls aus dem Fenster und gerät dadurch tiefer in die Klemme.

Seine Frau wittert langsam, dass etwas nicht stimmt, und als sich das FBI einschaltet und den Escort-Service hochnimmt, gerät er in Panik. Denn plötzlich scheint jeder zu wissen, was los ist und er sieht sich in Erklärungsnot.

Kritik zu Zipper

Der Film ist nicht ganz das spannungsgeladene Highlight, das er vorgibt, zu sein. Im Prinzip folgt die Handlung direkt Wilsons Sam Ellis, der Woche für Woche mehr seiner Sex-Sucht nachgibt und zugleich seine Familie vernachlässigt und anlügt. Dieser moralische Absturz wird von Patrick Wilson gut dargestellt, aber im Film nicht ganz so toll in Szene gesetzt, weshalb es diese Distanz gibt, die es dem Zuschauer nicht gestattet, richtig zu verstehen, weshalb Sam Ellis dermaßen unter seinem Lügenkonstrukt und seiner Sucht leidet. Dabei wird dies zumindest bestens angedeutet.

Distanz ist aber auch zu den anderen Charakteren vorhanden. Die talentierte Terminator SCC-Darstellerin Lena Headey, die in Game of Thrones so sehr mitzureißen weiß und die Cersei Lannister auf eine Weise darstellt, die stets zu angeregten Diskussionen führt, wirkt hier ebenfalls äußerst fern. Zwar sieht man auch hier dem Charakter an, was sie denkt und was sie fühlt – ein packender Film sieht aber anders aus.

Wie beschrieben ist das nicht den Schauspielern anzulasten, die hier einen sehr guten Job machen, sondern viel mehr der Umsetzung. So wirkt Zipper an manchen Stellen wie ein Biopic. Ob das gewollt ist oder nicht, kann ich an dieser Stelle natürlich nicht beurteilen.

Leider kommt auch Star Trek– und Flash Forward-Darsteller John Cho über kurze Szenen nicht hinaus, dabei hätten sein Charakter und die anderen Kollegen von Sam Ellis deutlich dabei geholfen, diesem einen tieferen Background verpassen, was dessen Konflikt und sein Ringen um Kontrolle weit spannender gemacht hätte.

An sich ist Zipper kein schlechter Film. Bedenkt man, welche Skandälchen und Skandale in höheren Positionen häufig auch im wahren Leben aufgedeckt werden, muss man sagen, dass die Macher durchaus Mut haben, solche Begebenheiten mal aus einem anderen Blickwinkel darzustellen. Unschön, wie es nun mal ist – und das Ende lässt hier ebenfalls wieder Raum für Spekulationen.

Fazit

Trotz diverser Schwächen ist Zipper kein schlechter Film – er hält nur leider nicht ganz das Spannungsniveau, das die Verpackung verspricht.

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Zipper ist ab dem 11. März 2016 auf DVD und Blu-ray im Handel erhältlich:

 

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