Datum
28. March 2017
"THE LAST SHIP S3 UNIT" "In a Gadda Da Vida" / Ep 303 TNT Ph: Doug Hyun

Review: The Last Ship – Staffel 3

Mit einer neuen Mission startet die USS Nathan James in die dritte Staffel The Last Ship und weicht damit von der bewährten Devise ab. Erfolgreich? Das ist wahrlich schwer zu beurteilen.

Darum geht es in The Last Ship Staffel 3

Wenige Monate sind vergangen, seid die USS Nathan James ihre Mission erfüllte, die Impfung und das Heilmittel verteilte und den neuen US-Präsidenten an Land brachte. Viel hat sich seitdem verändert. Captain Chandler (Eric Dane) bekleidet nun das Amt des CNO und die Nathan James ist in asiatischen Gewässer unterwegs, um das Heilmittel weltweit zu verbreiten.

Doch es brodelt bereits. Deswegen entsendet der US-Präsident Chandler, um bei einem Treffen hochrangiger Politiker Ermittlungen anzustellen. Der Verdacht hält sich hartnäckig, dass Präsident Peng das Heilmittel hortet und die Verteilung im Pazifikraum boykottiert. Die Lage spitzt sich zu, als die Führungsriege der Nathan James entführt wird und die verbleibende Crew in eine heikle Mission verstrickt wird.

Kritik zu The Last Ship Staffel 3

Die zweite Staffel der Serie hat einen Abschluss geschaffen, der gestattet, in der dritten Staffel völlig neu anzufangen. Das ist zum einen eine Gefahr, zum anderen aber auch eine Chance. Der Cut wurde bereits in dem Sinne geschaffen, indem zum Ende der zweiten Staffel Dr. Scott umgebracht wird. Man setzt aber auch zu Beginn der dritten Staffel massiv darauf, die neue Richtung kenntlich zu machen. So wird sogleich deutlich, dass Chandler ein neues Amt inne hat. Die Nathan James wird vom ehemaligen XO Mike Slattery (Adam Baldwin) kommandiert und auch anderweitig wird man so manches bekannte Gesicht in einer neuen Rolle sehen.

Zugleich bleibt sich die Serie treu. Der Ton ist in vielen Situationen der gleiche. In anderen Situationen hingegen wirkt die dritte Staffel nicht mehr ganz so düster wie in den beiden Vorgängern. Vermehrt wird – wie bereits in Staffel 2 – nicht nur auf Action sondern direkt auf brutale Nahkämpfe gesetzt. Hierfür muss vor allem Bren Fosters Wolf herhalten, der dank der Martial-Arts-Kenntnisse des Darstellers prädestiniert dafür ist.

Andere Charaktere werden in ihren neuen Positionen zudem in völlig neue und ungewohnte Situationen geworfen. Auffallend ist hier unter anderem Marissa Neitlings Kara Greene, die nicht länger auf der James dient, gerade gegen Ende der Staffel aber enorm an Bedeutung gewinnt. Ein Zug, der dem Charakter nach einem etwas trägen Start in Staffel 3 schließlich wieder gerecht wird.

Auf so manch einen Charakter müssen die Fans zu Beginn der Staffel völlig verzichten. Erst in den letzten Folgen nimmt dieser wieder mit seiner lockeren und sarkastischen Art am Kampfgeschehen teil. Die Abstinenz zu Beginn dürfte für viele jedoch ein großer Minuspunkt dieser Staffel sein. Hinzu kommen dafür einige neue Charaktere, die mal mit mehr, mal weniger Wohlwollen willkommen geheißen werden. Gerade Bridget Reagans Sasha Cooper ist zu Beginn ein Störfaktor, der sich nur allmählich in die Handlung einfügt.

Insgesamt macht die dritte Staffel einen härteren Eindruck als die beiden Vorgänger. Das liegt nicht nur an den – zuvor bereits erwähnten – vermehrt auftretenden Nahkämpfen. Auch das Vorgehen der Geiselnehmer, die die Führungsoffiziere der James entführen und foltern trägt dazu bei. Hinzu kommen die moralisch oft fragwürdigen Vorgehensweisen aller involvierter Parteien. Sind die Entscheidungen, die die verschiedenen Personen in den ersten Staffeln treffen müssen, bereits nicht immer ganz ohne, wird die Crew der James nun in einen Jeder-gegen-Jeden-Krieg geworfen.

Denn als sich die Wirren im Pazifik allmählich lichten, wird klar, dass es noch weit mehr Personen gibt, denen die Crew nicht trauen kann. Oder gar Personen, die das Schiff mitsamt seiner Besatzung ein für alle Mal aus der Welt bomben möchten. So kommt es, dass die dritte Staffel in gewisser Weise zweigeteilt ist. Der Auftakt im asiatischen Raum ist nur der Einstieg in eine weit komplexere Story, die sich in Staffel 3 allmählich entwickelt. Das macht die dritte Staffel womöglich sogar noch besser als die beiden ersten Staffeln, wenngleich sie nahezu vollständig vom Konzept dieser abweicht.

Zum einen müssen sich die Fans der Serie in Staffel 3 auf vieles Neues einstellen. Vieles, das anders ist als in den beiden vorangegangenen Staffeln. Vieles ist aber auch besser und verleiht der Story mehr Tiefe, nachdem die zweite Staffel mehr für die Charaktere getan hat. The Last Ship erreicht damit ein völlig neues Tempo und entwickelt sich in eine Richtung, von der man zu Beginn der Serie gewiss noch nicht ausgehen konnte.

Fazit zu The Last Ship Staffel 3

Es ist schwer die dritte Staffel von The Last Ship mit den beiden Vorgängern zu vergleichen. Die Ausgangssituation ist eine völlig andere. Natürlich setzt Staffel 3 die Handlung aus den ersten beiden Staffeln fort, zugleich fühlt sie sich wie ein Neustart an. Ein Neustart, der die Serie bereits in eine vierte und fünfte Staffel katapultiert hat. So manches alte Prinzip wird über Bord geworfen. Die Handlung nimmt immens an Tiefe und an Komplexität und Geschwindigkeit zu. Die Charaktere bleiben allerdings nicht auf der Strecke, was vor allem der Vorarbeit in Staffel 2 zu verdanken ist. Damit bleibt The Last Ship auch für all jene empfehlenswert, die sich an dieser Stelle nun fragen: Gefällt mir die neue Richtung?

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